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Lehmputze


Lehmputz
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Was ist Lehm?

Der Begriff Lehmputz bezeichnet einen Lehmmörtel, der als Putz für Gebäudeflächen im Innen- und Außenbereich dient. Die Verwendung von Lehmputz zählt zu den ältesten Bautechniken der Menschheit und hat seine Bedeutung bis heute nicht verloren. Aktuell gibt es verschiedene Hersteller von Lehmputz-Systemen, die verarbeitungsfertige Wandbeschichtungen professionell herstellen und über den (Natur-)Baustoff-Fachhandel anbieten. Vor allem der Einsatz von farbigen Lehmputzen als Dekorputz (oberste, dünn aufgetragene Putzschicht), macht den traditionellen Baustoff Lehm wieder einer breiten Anwendung zugänglich.

Lehmputz und Raumklima

Es wirken sich grundsätzlich alle Wandbeschichtungen auf das Raumklima aus: Diffusionsoffene, also „durchlässige“ Beschichtungen (auch diffusionsoffene Baustoffe genannt), wirken positiv, weil dahinter liegende Wandschichten Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben können. Lehmputze sind extrem diffusionsoffen. Sie stehen im Gegensatz zu so genannten „filmbildenden“ Oberflächen, wie Dispersionsfarbe und Latexfarbe, die wenig bzw. keine Feuchte in dahinter liegende Schichten hindurch lassen. Bauphysikalisch hat der Lehmputz selbst die Eigenschaft, sehr viel Feuchtigkeit aufzunehmen (bis zu neun mal mehr als Gips). Er wirkt dadurch wie ein Klimapuffer an der Wand, der Feuchte aufnimmt und sie bei Bedarf wieder abgibt. Für die Menge der Feuchtigkeit, die eine Wand mit Lehmputz aufnehmen kann, liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die praktische Erfahrung zeigt jedoch, dass hier die Größe der mit Lehm beschichteten Oberfläche das wichtigste Kriterium ist. Die Schichtstärke des Lehms ist dagegen für die Klimapufferwirkung bei der Nutzung von Räumen hierzulande von nachrangiger Bedeutung. [2] Denn mehr als 80% der Feuchtigkeit wird zunächst in den oberen zwei Millimetern der Lehmwand gebunden. Und lediglich 10 mm sind bei „normalem Wohnverhalten“ für die „Klimapuffer-Wirkung“ überhaupt relevant, da die Reaktionsfähigkeit starker Putzlagen (> 2 mm) zu träge ist, um überhaupt auf die ständig wechselnden Bedingungen hinsichtlich der Raumluftfeuchte reagieren zu können. Beobachtungen zeigen, dass selbst in relativ kleinen Bädern (ca. 12 m²) Spiegel nach dem Duschen nicht mehr beschlagen, wenn Wände und Decke – mit Ausnahme des direkten Spritzwasserbereiches - mit 1,5 mm dünnem Lehmputz an der Oberfläche beschichtet sind.